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11 sm in Oberzissen

Am 29. Januar 1966 endete die Ära der Dampflokomotiven auf der Brohltalbahn. Lok 11sm zog  an diesem Tag einen Sonderzug für Eisenbahnfreunde, der für lange Zeit der letzte durch eine Dampflokomotive gezogene Zug auf der Brohltalbahn sein sollte, der komplettte Verkehr wurde nun mit den Diesellokomotiven D1-D3 abgewickelt.

Lok 11sm (sm = schwere Mallet), 1906 bei Humboldt in Köln-Kalk unter der Fabriknummer 348 hergestellt, konnte durch den Einsatz einiger Eisenbahnfreunde vor der Verschrottung gerettet werden und kam in das Museum der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. (DGEG) in Viernheim. Nach der Schließung dieses Museums kam die Lokomotive 1989 zurück in ihrer Heimat und konnte 1998 durch die Interessengemeinschaft Brohltal-Schmalspureisenbahn e.V. (IBS) von der DGEG zurückgekauft werden. Sie ist die einzige für die Brohltalbahn hergestellte Lokomotive, die für die Nachwelt erhalten werden konnte.

Seitdem wartete die Lokomotive im Brohler Lokschuppen auf ihre Aufarbeitung. Erste Arbeiten zur Beurteilung des Zustands der Lokomotive ließen bereits auf einen großen Aufwand zur betriebsfähigen Aufarbeitung schließen, sodass eine Vergabe der Arbeiten zu einer Fachfirma unausweichlich war. Erste Schätzungen ließen einen finanziellen Aufwand von ca. 400.000 Euro erwarten.

Am 31.10.2006 wurde im Rahmen einer Feierstunde der 100. Geburtstag der Lokomotive begangen, erst 5 Tage vorher war die Lokomotive durch die Kreisverwaltung Ahrweiler im Benehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz in Mainz die im Eigentum der IBS stehende Mallet-Dampflokomotive 11sm als bewegliches technisches Kulturdenkmal im Sinne von § 3 DSchPflG unter Schutz gestellt. Gemäß § 10 DSchPflG wurde diese Unterschutzstellung in das durch die Kreisverwaltung geführte Denkmalbuch eingetragen.

Der Termin der Hundertjahrfeier ist als Start für die betriebsfähige Aufarbeitung anzusehen. Die eingegangenen und zugesagten Spenden machen es uns möglich mit den Vorarbeiten zu beginnen. Zur Zeit werden in einem internen Abstimmungsverfahren die recht umfangreichen Ausschreibungsunterlagen erstellt, die voraussichtlich an mehrere potentielle Auftragnehmer in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Tschechien und Rumänien verschickt werden. Die Wahl des Herstellers kann und wird sich nicht einfach an der Angebotssumme orientieren, sondern an der vermutlich recht komplexen Gesamtheit aller Aspekte, die bei einem solchen Auftrag eine Rolle spielen. Hierzu gehört die Beurteilung von Referenzobjekten ebenso wie die geographische Entfernung und womöglich auftretende Sprachprobleme bei der Auftragsabwicklung und der erforderlichen Dokumentation.Lok 11sm an ihrem 100. Geburtstag

Am 10. Dezember 2007 hat der Vorstand der IBS einstimmig in seiner Vorstandssitzung die Vergabe der Aufarbeitung der Lokomotive an die Firma ZOS, Ceske Velenice in Südböhmen beschlossen. Die Betriebs-GmbH erhielt den Auftrag, das Gesamtwerk zu betreuen. Eine Überführung zum Werk kam wegen interner Schwierigkeiten des Werkes nicht zustande. Deshalb musste kurzfristig nach einer Ersatzlösung gesucht werden. In der Vorstandssitzung am 8.9.2008 wurde erneut über die Vergabe beschlossen. Die Aufarbeitung erfolgt nun durch die MaLoWa in Benndorf im Mansfelder Land. Der Transport der Lok zur Fima MaLoWa erfolgte am 04.11.2008. Die Aufarbeitung wurde im August 2009 begonnen.

Seitdem sind viele Stunden Arbeit vergangen. Oft gab es Rückschläge und immer neue Hiobsbotschaften. Schließlich stand fest, dass über 750.000 Euro für die Aufarbeitung der Lokomotive aufzuwenden sind. Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte die Aufarbeitung der Lokomotive mit der feierlichen Wiederinbetriebnahme am 25.04.2015 erfolgreich beendet werden. Wir laden Sie ein den langen Weg bis hin zur funktionsfähigen Lokomotive auf diesen Seiten nachzuvollziehen. Sei es damit Sie sich vom guten Einsatz ihrer Spende überzeugen könne, oder um Sie zu motivieren einen Beitrag zu leisten, damit die Nachfinanzierung des Projekts weiter auf sicheren Füßen steht.